Auch in Corona-Zeiten kommt im Kreisverband Tuttlingen der CDU die Außenpolitik nicht zu kurz: Am gestrigen Dienstag hat die Kreisvorsitzende Maria-Lena Weiss den Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter MdB zu einer Webkonferenz begrüßt. Kiesewetter ist Obmann für Außenpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Thema der Veranstaltung war "Deutschland, Russland und die Transatlantischen Beziehungen".

Roderich Kiesewetter spannte in seinem Vortrag den Bogen von der deutschen Wiedervereinigung über die Krimkrise bis hin zur Gaspipeline Nord Stream. Für die Zukunft setzt er auf eine Entspannung mit Russland, die aber nur aus einer Position der Stärke erreicht werden könne. In der anschließenden Diskussion, an der sich die zugeschalteten Parteimitglieder rege beteiligten, sprach sich Kiesewetter dafür aus, die transatlantischen Beziehungen trotz eines Präsidenten Trump weiterhin zu pflegen. Dem schloss sich Kreisvorsitzende Maria-Lena Weiss an und ergänzte, dass sich vor dem Hintergrund des angekündigten Abzugs von rund 9.500 GIs aus Deutschland jedoch auch zeige, dass Deutschland und Europa mehr Verantwortung in der Verteidigungspolitik übernehmen müssen. "Es ist an der Zeit für mehr Europa in der Verteidigungspolitik und für eine Europäische Armee", so Weiss.

Die Diskussion mit Roderich Kiesewetter war eine Veranstaltung im Rahmen des digitalen Diskussionssommers der CDU-Kreispartei. So werden in den kommenden Wochen und Monaten nahezu wöchentlich weitere Diskussionsformate geboten, an der sich die CDU-Mitglieder, aber auch interessierte Bürger beteiligen können. Die Teilnahme ist am Computer, am mobilen Endgerät oder auch telefonisch möglich. Die Zugangsdaten erhalten Interessierte von der CDU-Kreisgeschäftsstelle.

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