Nachdem der CDU-Bundesvorstand eine abermalige Verschiebung des CDU-Bundesparteitages beschlossen hatte, formiert sich aus den Reihen der CDUTuttlingen Kritik bezüglich dieses Grundsatzbeschlusses: „Es ist richtig, dassder CDU-Parteitag nicht als Präsenz-Parteitag stattfindet. 1001 Delegierte,zahlreiche Helfer, Journalisten, die aus dem ganzen Bundesgebiet nach Stuttgart reisen, während ansonsten strengste Corona-Einschränkungengelten - es wäre ein fatales Signal gewesen. Kein Verständnis habe ich dafür, dass der Bundesvorstand gleichzeitig auch der Wahl des Vorsitzenden virtuell oder per Briefwahl im anvisierten Zeitraum eine Absage erteilt hat. Wir brauchen in den harten Monaten, die auf uns zukommen, mehr denn je eine Parteiführung, die uns durch diese schwierigen Zeiten führt“, so Maria-Lena Weiss, Kreisvorsitzende der CDU Tuttlingen und Mitglied im CDU-Landesvorstand.

Gemeinsam mit einer Gruppe baden-württembergischer CDU-Politiker wird die Bundes-CDU aufgefordert, alles dafür zu tun, die Entscheidung für den CDU-Parteivorsitz noch im Jahr 2020 stattfinden zu lassen. Eine erneuteHängepartie schade der gesamten Partei und sei vor allem deshalb nichtnachvollziehbar, da es gute Alternativvorschläge jenseits eines Präsensparteitags mit 1001 Delegierten gäbe. Dazu zählen unter anderemdie von Generalsekretär Paul Ziemiak ins Spiel gebrachte dezentrale Wahlunter notarieller Aufsicht, eine Briefwahl sowie das von JU-Chef Tilman Kubanvorgebrachte Konzept eines digitalen Parteitags. Sogar eineMitgliederbefragung wäre unter diesen Umständen wieder denkbar. GroßeTeile der CDU-Basis im Südwesten wollen eine zeitnahe Entscheidung, damit anschließend der Fokus voll und ganz auf der Landtagswahl im Frühjahrliegen könne. Darüber hinaus dürfe sich die Bundes-CDU zudem nicht dem Verdacht aussetzen, dass man aus personalpolitischen Gründen aktuell keine Entscheidung herbeiführen wolle.

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